Ein schöner Bericht und noch mehr Bilder waren in der MOZ / fupa.de - Autor / Fotos/ alle Rechte Ingo Muhme / MOZ - "Nach dem Schlusspfiff hatte Spielertrainer Frank Ploen seine Männer zum Spielerkreis zusammengerufen: "Da könnt ihr sehen, was mit einer Mannschaftsleistung möglich ist", war lautstark zu hören. Und er hatte recht damit. "Trotz der Personalmisere bekommen wir immer eine schlagfertige Truppe zusammen." ließ er dann auch im Nachgespräch keine Zweifel aufkommen.

Dabei hatte sich der erste Durchgang doch stark der herbstlichen Tristesse angepasst und nur wenig zu bieten. Beide Teams agierten mit wenig zum Zug zum Tor, wobei die Gäste aus Wriezen doch etwas sortierter wirkten. Britz hingegen zeigte sich müde und unkonzentriert, produzierte reichlich Fehlpässe und gab den Gästen damit doch mehr Möglichkeiten, gerade im Mittelfeld, besser in die Partie zu kommen. In der Quantität der sich bietenden und recht überschaubaren Möglichkeiten hatte Blau-Weiß die Nase vorn, blieb aber vieles schuldig. Fortuna hingegen tauchte vor dem Wriezener Kasten noch weniger auf und bescherte Schlussmann Andreas Elischer einen frierenden ersten Durchgang. Wenn sich dann mal eine Möglichkeit ergab, wurde diese schon sehr kläglich vergeben, wie zum Beispiel die Möglichkeit von Erik Klein nach guter Vorarbeit von Christian Tobien, als er völlig frei die Kugel ins Nirvana jagte (20.). Erwärmen konnte sich Elischer nur durch die Trefferfreude, die ihm sein Kollege Paul Stiehm in der 34. Minute mit dem 0:1 bescherte. Ein Eckball von der linken Seite blieb ohne entscheidenden Britzer Zugriff, so dass Stiehm Nutznießer wurde und mit strammen Schuss die Kugel im Netz unterbrachte. Das Tor hatte sich schon etwas angebahnt und war deshalb auch nicht unverdient, denn Wriezen hatte in dieser Phase die Regie übernommen und war schon einige Male dem Treffer recht nahegekommen. Den Britzern war in der Folge schon der Frust anzumerken. Zwar lebte man diesen im Zweikampfverhalten nicht aus, aber in der Körpersprache waren doch einige sehr angefressen.

Frank Ploen brauchte die Halbzeit, um seine Truppe wieder aufzubauen. Doch davon war erst einmal kaum etwas zu sehen. Kurz nach Wiederanpfiff hatte Blau-Weiß die Entscheidung auf dem Fuße. Kilian Karpe war nach langen Ball gestartet, gewann recht eindrucksvoll das Laufduell gegen Tim Franken, schaffte es aber nicht im Fünfmeterraum angekommen, den Ball im Tor unterzubringen, sondern nur knapp links vorbeizuschießen (48.). Eine Doppelmöglichkeit für Fortuna, Sebastian Peters per Fernschuss mit Rettungstat des Wriezener Keepers und Christian Tobien aus spitzem Winkel, leitete so ein wenig die Wende ein (53.). Die Heimelf besann sich zusehends auf die eigenen Tugenden, kämpfte sich in die Partie, übernahm nach einer guten Stunde vollends das Zepter und übertrug die reagierende Rolle den immer mehr abbauenden Gästen. Resultat des Aufwandes und den schon vorab liegengelassenen guten Möglichkeiten war das 1:1 durch Maximilian Roch, der einen Angriff über die linke Seite und folgender Eingabe per Flachschuss abschloss (72.). Fortuna wollte mehr und drängte auch darauf. Spielertrainer Frank Ploen bereitete per Freistoß aus dem rechten Halbfeld dann die verdiente Führung vor. Seine Eingabe verwertete Rayk Kletzin mit viel Willen und ohne Kompromisse im Zweikampf per Kopf zur viel umjubelten Führung (80.). Wriezen wankte und versuchte sich zu wehren. Vergeblich, denn Britz schaffte durch Sebastian Peters das 3:1, der einen Freistoß aus 18 Metern an der Mauer vorbeizirkelte und im Torwarteck unterbrachte (89.).

"Mir ist unerklärlich, wie wir nach guter erster Halbzeit so den Faden verlieren konnten. Wir haben nicht mehr miteinander geredet, hatten eine schlechte Köpersprache, es war, als hätten wir drei Schritte zurückgemacht. Dann verpassen wir die Entscheidung. Britz war von sich überzeugt und dem Dauerdruck konnten wir dann nicht mehr standhalten", analysierte ein enttäuschter Wriezener Coach Steven Kanitz. Frank Ploen sah seine Mannschaft im ersten Durchgang nicht ganz so schlecht: "Nach vorne war es gut, nur im Abschluss waren wir schlecht. In der Halbzeit habe ich noch einmal daran erinnert, dass wir zu Hause spielen und was gut zu machen haben. Die letzten Wochen haben nicht das gezeigt, was wir können. Personell sind wir noch ein wenig hinterher, leider hat sich heute Manuel Müller im Vorspiel wieder verletzt."

Fotos auf der Homepage Britz C. Franz - vielen Dank!