Am zweiten Spieltag traf unsere 1. Männermannschaft auf den VfB Gramzow.

Die Vorzeichen für das Spiel waren denkbar ungünstig. Im letzten Spiel musste das Team von Enrico Jürgens und Sven Krumbach eine böse Niederlage von 6:0 beim Angermünder FC hinnehmen. Im Gegenzug konnte der VfB Gramzow in selber Höhe den Saisonauftakt gewinnen. Damit nicht genug, musste das Trainerduo auf Grund der beiden roten Karten aus dem ersten Spiel das Team umbauen. Allein die Abwehrreihe wurde komplett umgestellt. Mit Frank Ploen, Konrad Schulz, Philipp Neumann und Tim Franken konnte Trainer Enrico Jürgens auf die geballte Erfahrung verdienter Spieler des Vereins setzen. Auf den Sechser-Positionen vertraute man abermals auf das Duo Sebastian Peters/Mattis Preuss. In der offensive sollten Felix Kasch, Paul Halgato-Jung, Robert Samuel und Maximilian Roch für Wirbel sorgen. Eben dieser Maximilian Roch war es der bereits in der 6. Minute mit dem ersten Schuss auf Gramzower Tor klar machte, das sich eine 2. 6:0- Schlappe nicht wiederholen wird. In der 14. Spielminute unterstrich Robert Samuel dieses Verständnis mit dem 2. Torschuss.

Für die erste Aufregung sorgte dann allerdings die Gäste. In der 28. Minute kommt der Gramzower Stürmer frei vors Tor und schießt. Torhüter Nico Saghy bleibt bis zum letzten Moment stehen. Der Schuss trifft ihn in der Leistengegend, springt von da gegen den erhobenen Arm und rollte dann Richtung Tor. Nico Saghy schnellt wieder hoch und sprintet Richtung eigenes Gehäuse. In letzter Sekunde spitzelt Nico Saghy den Ball von der Linie und hält damit das 0:0 fest.

In der 31. Minute kann Mattis Preuss nicht an sich halten und testet die Materialbeständigkeit der Gramzower Hosen intensiv. Der Schiedrichter ist mit dem Materialtest nicht einverstanden und verwarnt dem entsprechend mit der gelben Karte. Nicht die letzte Karte des Tages. nur 2 Minuten später wirbelt Maximilian Roch etwas zu sehr und holt sich ebenfalls die gelbe karte vom Unpaarteiischen ab.

In der 42. Minute ist es dann Felix Marschke der den stark aufspielenden Fortunen ins Herz sticht und nach einem wunderbaren Pass von der linken Seite vorbei an Nico Saghy ins rechte untere Eck um 0:1 schießt. 2 Minuten später holt sich dann Robert Samuel auf der linken Seite seine gelbe Karte für ein Tor ab. Dies geschah unmittelbar vor den zahlreich mitgereisten Fans. Die auf Grund der Entscheidungen des Schiedrichters und den begangenen Fouls immer unzufriedenener wurden. Einige der mitgereisten Fans zeigten deutlich ihren Unmut mit Pöbeleien in Richtung des Schiedsrichter. Als die heimischen Fans und Ordner versuchten, dies zu unterbinden wurden diese ebenfalls beleidigt und bedroht. Nur mit Mühe konnte man den Hauptakteur beruhigen, welcher weitere Sticheleien bis zum Abpfiff nicht unterlassen konnte -zurück zum sportlichen Geschehen:

Freistöße von Sören Seethaler und Marcel Blume auf der einen und Sebastian Peters auf der anderen führten nicht zum Torerfolg und so ging man mit 0:1 in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff zeigte Robert Samuel seine Schnelligkeit auf der linken Seite und trug das Leder in Windeseile fast bis zur Grundlinie. Flanke in den 16, zielgenau auf den Kopf von Paul Halgato-Jung. Dieser hatte keine Mühe den Ball über die Linie zu drücken - Ausgleich.  In der 56. Spielminute steht Gramzow erneut frei vor dem Tor. Auch hier ist es wieder Nico Saghy der glänzend pariert und die Fortuna im Spiel hält. Eine Minute später liefern sich Miguel Hartwig und Sebastian Peters ein Duell vor dem Strafraum der Fortunen. Es wird hitzig. Der Unparteiische beruhigt beide Gemüter mit dem Karton in gelber Farbe. In Spielminute 59 tritt Tim Franken das Spielgerät in den Strafraum. Sebastian Peters kommt zum Kopfball, aber der Gramzower Keeper ist auf dem Posten. In der 60. Spielminute abermals Glück für die Fortuna. Der Ball wird gegen den Pfosten geköpft. Nico Saghy war bereits geschlagen. Noch in der selben Minute verließ dann aber das Glück die Fortuna und Robin Palow konnte zum 1:2 einnetzen. Von nun an stemmte sich die Fortuna mit aller macht gegen die Niederlage. Das Spiel wurde deutlich ruppiger und die Fortuna übernahm das Zepter. Der Spielanteil für die Fortuna war nun deutlich höher und man kreierte sich eine Chance nach der anderen. Die ruppige Spielweise brachte allerdings auch gelbe Karten für Paul Halgato-Jung, Philipp Neumann und den inzwischen eingewechselten Marc Seifert mit sich. Leider war der Ausgleich den Fortunen nicht mehr gegönnt. Kritisch wurde von den Heimfans vor allem das Zeitmanagement des Schiedrichters aufgenommen. In den 3 Minuten als Nachspielzeit angesetzten Zeit wechselte Gramzow 2 mal aus um Zeit von der Uhr zu nehmen. Der Schiedrichter sah darin keinen Anlass die Nachspielzeit noch etwas zu verlängern und pfiff pünktlich nach 3 Minuten ab.

Alles in allem hat sich das Team der Fortuna an diesem Tag als eine kämpferische Mannschaft präsentiert. Mit der gezeigten Leistung können sowohl Trainer Enrico Jürgens als auch die Fans zufrieden sein. der VfB Gramzow hätte sich auch über ein Unentschieden nicht beschweren können. Die heute gezeigte Leistung macht Lust auf mehr und lässt für die nächsten Spiele hoffen.

 

 

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